Grüne Jugend Hannover fordert Aktionsplan gegen Rechtsextremismus

 

In den vergangenen Tagen verteilten Neonazis die rechtsextreme Zeitung „Bock – Das Sprachrohr der Gegenkultur“ mit einer Auflage von 20.000 Stück an Schulen in der Region Hannover. Ihre rassistische Hetze soll Jugendliche zum „nationalen Widerstand“ aufrufen, um die rechte Szene in Hannover zu stärken. Dank einer Formalie- die Herausgeber wurden nicht genannt- ist nun klar, dass das Heft nicht weiter verteilt werden darf, es verstößt gegen das Presserecht. Trotzdem wird die Gefahr, die von Nazis ausgeht durch diese Aktion wieder einmal deutlich.

Die GRÜNE JUGEND Hannover setzt sich für einen kommunalen Aktionsplan gegen Neonazis ein und fordert eine entschiedene Positionierung der Stadtpolitik gegen rechtsextreme Strukturen in Hannover. Projekte wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ müssen gefördert werden, um auf rassistische und antisemitische Bewegungen aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Der Kampf gegen Rechts darf nicht nur aus linken Gruppierungen kommen, sondern muss von der gesamten Gesellschaft getragen werden.

„Zahlreiche gewalttätige Übergriffe auf People of Color, Menschen mit Migrationshintergrund und Antifaschist_Innen in den vergangenen Monaten und Aktionen wie die Verteilung des „Bocks“ zeigen, dass sich die Probleme mit Rechtsextremismus nicht ignorieren lassen. Wir müssen ein klares Zeichen gegen Nazis und ihre menschenverachtende Propaganda setzen.“, erklärt Lara Jil Dreyer, Pressesprecherin der GRÜNEN JUGEND Hannover.