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Datum/Zeit
Date(s) - 08/11/2017
19:00 - 20:45

Veranstaltungsort
Elchkeller

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Heute kein Treffen. Stattdessen gehen wir gemeinsam zur Veranstaltung von der Grünen Hochschulgruppe.

 

Veranstaltungsreihe: Der Staat und die Extremismustheorie

Geleugnete Polizeigewalt bei den G20-Protesten in Hamburg, flächendeckende Maßnahmen gegen linke Strukturen und Kultur-Einrichtungen und immer noch keine zufriedenstellende politische und juristische Aufarbeitung des NSU-Komplexes: Aktuelle Anlässe gibt es momentan mehr als sich mit der sog. „Extremismustheorie“ und deren politischen Implikationen für die bundesdeutsche Sicherheitspolitik zu beschäftigen.

Diese Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit den ideologischen Grundlagen des staatszentrierten Extremismusbegriffes und dessen strukturellen Auswirkungen für staatliches Handeln. Exemplarisch soll dies an den Beispielen der Polizei und des systematischen Versagens der Verfassungsschutzbehörden bei der Aufarbeitung des NSU-Komplexes geschehen.

Veranstaltung 3:
Verzählt?
Zur Kritik an den polizeilichen Kriminalstatistiken von politisch rechter Gewalt“

Die polizeiliche Statistik zu politisch rechten Gewaltdelikten steht seit Anfang der 1990er Jahr in der Kritik: Wie zählt die Polizei? Was zählt die Polizei? Kann man von einer systematischen Untererfassung rechter Gewaltdelikte sprechen? Mit der Veröffentlichung der Liste zu Todesopfern rechter Gewalt im September 2000 haben die Journalisten Frank Jansen und Heike Kleffner eine journalistische Gegenempirie geliefert und die Diskussion neu entfacht. Doch auch nach der Einführung des „Kriminalpolizeilichen Meldedienstes in Fällen Politisch motivierter Kriminalität“ (KPMD-PMK) im Jahr 2001 besteht eine große Differenz zwischen den Fallzahlen von Polizei und Journalisten. Gibt es für diese Diskrepanz systematische Gründe?
Auf Basis eines aktuellen Forschungsprojekts zu den Berliner Fällen seit 1990 behandelt der Vortrag diese Frage.

Dr. Michael Kohlstruck ist Politikwissenschaftler. Er ist seit 2000 an der „Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus“ im Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt.