„Du kannst nach Brüssel fahren, du kannst nach Brüssel fahren…“ – nach der Europawahl hatten wir das noch für JPA, unserem EU-Abgeordneten aus Niedersachsen, gesungen. Jetzt waren wir selber auf dem Weg nach Brüssel.

Montagmorgen ging es mit dem Nord-Bus von Hamburg über Hannover und Bielefeld in die belgische Hauptstadt. Ein schnelles Check-in ins Hotel und eine Kleinigkeit zu essen, dann ein netter Kneipenabend.. Es bleibt rätselhaft, wie es trotzdem alle schafften, am nächsten Tag pünktlich in den Startlöchern zu stehen.

 

 

GJH im europäischen Parlament


Nach der Kontrolle (Taschenmesser mussten draußen bleiben) bekamen wir einen interessanten, aber leider recht kurzen Vortrag über das Stockholm Programm. Weiter gings mit einer Vorstellung von Jans, Skas und Franziskas Werdegängen und Arbeitsbereichen. Anscheinend sorgt ihr Alter immer noch für erstaunte Reaktionen, ab und zu werden sie auch mal nicht in den Sitzungssaal gelassen (Hier dürfen keine Praktikanten rein). Gut, dass wenigstens wir wissen, dass Alter und Können keinen linearen Zusammenhang bilden. In den Saal durften wir dann natürlich auch nicht, aber immerhin bekamen wir ihn mal von oben zu sehen. Nachmittags gab es spannende Workshops zu Asyl& Migration, Datenschutz und ziviler Konfliktprävention. Mein persönliches Fazit: Zum Glück gibt es junge Grüne, die in den Parlamenten Einfluss auf die gesellschaftlichen Entwicklungen nehmen!

Abends dann eine ausgelassene Party- wie sollte es bei der GJ auch anders sein? Einige Tapfere wagten sich trotzdem am letzten Tag früh aus dem Bett, um bei gefühlten -10 Grad an der alternativen Stadtführung teilzunehmen. Zu hören gab es interessantes und anti-touristisches: über Migranten in Brüssel, Bauprojekte am Bahnhof oder wieso in Brüssel die Reichen nicht im West-End, sondern im East-End wohnen. Ein wenig traurig, aber in Vorfreude auf das Im-Bus- den-nächtlichen-Schlaf-nachholen verliessen wir Brüssel dann am Mittwochmittag.