Vergangenen Mittwoch haben Jonathan, Merlin und Niklas ihren Fotovortrag „Hinfahren statt wegsehen“ bei uns im Grünen Zentrum gehalten. Die drei waren in den Wintersemesterferien für knapp drei Wochen an der französisch-italienischen Grenzsstadt Ventimiglia und haben dort in einem gemeinnützigen Projekt für Geflüchtete gekocht und sie mit dem Nötigsten an Kleidung versorgt. Bevor es in der anschließenden emotionalen Diskussion vertiefend um die Situtation der Menschen vor Ort ging, erklärten Jonathan, Merlin und Niklas, welche Erfahrungen sie mit den anderen Freiwilligen, der Polizei, der Politik in Italien und Frankreich, aber vor allem mit den Geflüchteten gemacht haben. Auf die Frage, welches Erlebnis besonders bei ihnen hängen geblieben sei, erzählten sie den knapp 30 Zuhörer*innen von einer Frau, die beim Übertreten der Grenze von der Polizei brutal festgenommen und über Nacht mit ihrem Säugling in einer Garage ohne Trinkwasser und Grundnahrunsgmittel eingesperrt worden sei. Am nächsten Morgen sei sie völlig erschöpft und offensichtlich verletzt zum Projekt gekommen und habe dort von ihrer Tortur berichtet. Ein Schicksal, dass viele Geflüchtete in Südeuropa durchleben.