Die Grüne Jugend Niedersachsen und die Grüne Jugend Hannover
solidarisieren sich mit der gestrigen Hausbesetzung in Hannover am
Klagesmarkt und fordern Bund, Land und Kommunen zu einer radikal
sozialen Wohnungspolitik auf. Die CDU-Hannover und JuLis Hannover hatten
zuvor die Aktivist*innen und die Grüne Jugend kritisiert.

Timon Dzienus, Sprecher der Grünen Jugend Niedersachsen, erklärt dazu:
„Besonders in Großstädten wie Hannover steigen die Mieten immer
weiter. Hausbesetzungen sind „kein falsches Signal“, sondern ein
notwendiges und legitimes Mittel, um etwas gegen den Mietwahnsinn zu
unternehmen. Der Skandal ist nicht, dass so ein Haus besetzt wird,
sondern dass es ein Jahr lang leer steht, während immer noch Menschen
auf der Straße leben müssen oder aus ihren Vierteln verdrängt werden.
Statt sich über zivilen Ungehorsam und friedlichen Protest zu
echauffieren, sollten sich CDU und Julis überlegen, ob ihre
marktradikalen ‚Lösungen‘ nicht eher Teil des Problems sind! Wohnen ist
ein Menschenrecht!“

Mariel Reichard, Sprecherin der Grünen Jugend Hannover, ergänzt: „Die
von der Ampel-Koalition in Hannover bisher unternommenen Anstrengungen
zur Förderung von Wohnungsbau sind nur ein Tropfen auf dem heißen
Stein. Besonders Menschen mit einem geringen Einkommen können sich in
Hannover zunehmend keine Wohnung mehr leisten. Dass angesichts dieser
prekären Lage in Hannover seit über einem Jahr ein riesiges Haus
leersteht, ist unfassbar. Eigentum verpflichtet und wer sich dieser
Verpflichtung entzieht, kann auch enteignet werden. Die Kommunen müssen
ihre Anstrengungen für mehr sozialen Wohnungsbau massiv intensivieren –
darüber entscheidet auch die Oberbürgermeister*inwahl in Hannover!“