Die GRÜNE JUGEND Hannover fordert die Regionsversammlung auf, die Jugend-Netz-Card auf alles Personen unter 25 Jahren auszuweiten und erhebt Forderung nach Alternativen zum Ticketsystem.

Hierzu erklärt die Sprecher der GJH, Sean Paul: 
Das jetzt vorgeschlagene Modell bevorzugt Personengruppen, die schon jetzt nicht zwingend darauf angewiesen sind. Arbeitslose, prekär Beschäftigte, aber auch Auszubildende sowie Schüler*innen auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg werden leider nicht berücksichtigt. Sie müssen weiterhin mit den bisher viel zu teurem Angebot auskommen. Dies ist sozialpolitisch nicht nachvollziehbar. Dass sich gerade die SPD hier auf einen faulen Kompromiss einlässt, ist gerade angesichts ihrer in der Kommunalwahl 2016 erhobenen Forderungen unverantwortlich. Der Regionspräsident und die Mehrheitsfraktionen machen sich sowohl verkehrs- als auch sozialpolitisch unglaubwürdig. Die Jugend-Netz-Card mit den von der Grünen Regionsfraktion vorgeschlagenen Ergänzungen bietet zwar aus jugendpolitischer Perspektive einen willkommenen Ansatz, geht uns aber nicht weit genug. Mindestens erwarten wir die Annahme der Grünen Änderungsvorschläge.“
Mariel Reichard, Sprecherin der GJH ergänzt dazu: 
„Die GRÜNE JUGEND Hannover ist 2016 zur Kommunalwahl mit der Forderung nach einem ticketlosen, solidarisch finanzierten ÖPNV aufgetreten. Diese Forderung erheben wir auch jetzt. Denn es reicht nicht, den ÖPNV nur für junge Menschen bis 25 gerechter und sozial verträglicher zu gestalten. Unser Anspruch ist es, mehr Menschen, egal welcher sozialen Herkunft, einen Zugang zu guter kostenfreier Mobilität zu ermöglichen. Der ÖPNV ist dabei die umwelt- und klimaverträglichste Variante. Die GRÜNE JUGEND Hannover fordert langfristig die Einführung eines finanziell für die Region tragbaren Konzeptes ohne Qualitätsverlust im Angebot. Für uns ist Mobilität ein Grundrecht.