Grüne Jugend Hannover kritisiert unverhältnismäßige Räumung des Weißekreuzplatz

Aufruf zur Demonstration „Jugend gegen Rassismus“ 27.4. 16:00 Uhr AStA Uni Hannover

Angesichts der nächtlichen Räumung des selbstverwalteteten Protestcamps sudanesischer Geflüchteter auf dem Weißekreuzplatz übt die Grüne Jugend Hannover deutliche Kritik am Verhalten der Polizei und der Stadtverwaltung.
Ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND Hannover erklärt dazu: „In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat die Polizei mit einem völlig überzogenem Großaufgebot von teilweise behelmten Einsatzkräften das seit zwei Jahren bestehende Protestcamp dem Erdboden gleich gemacht. Geraduzu zynisch ist dieses Vorgehen mit Blick auf die zum Zeitpunkt der Räumung stattfinden Gespräche zwischen Camp-Organisator*innen und dem Bezirksbürgermeister Hannover-Mitte. Das Verhalten der Polizei ist mehr als unangemessen und bedarf Aufklärung.“

Ein weiteres Mitglied ergänzt: „Die Angebote der Stadt bezüglich einer Fotoausstellung, VHS-Kurse zum Protest und einer Art „Denkmal“ am Weißekreuzplatz sind nicht ausreichend. Der friedliche Protest der Geflüchteten war und ist angsichts der aktuellen Lage im Sudan und dem Rechtsruck in Europa wichtiger denn je. Wir möchten daher insbesondere die Forderung des Grünen-Wahlprogramms zur Schaffung eines selbstverwalteten sozialen Geflüchtetenzentrum aufgreifen und fordern diesbezüglich sofortige Gespräche zwischen der Stadt und dem Camp.“

Die GRÜNE JUGEND Hannover ruft zudem zur Demonstration „Jugend gegen Rassismus“ am 27.4. um 16:00 vor dem AStA der Uni Hannover auf, die von dort zum Weißekreuzplatz gehen soll.